Kunststoffüllungen

Füllungen sind indiziert bei kleinen bis mittelgrossen Zahnhartsubstanzdefekten.

Die Ursachen für diese „Löcher“ können vielfältig sein:

  • Karies (siehe unser Formblatt Karies)
  • Abrasion: allgemein Zahnhartsubstanzverlust infolge von Reibung (z.B. durch Schleifkörper in Zahnpasten).
  • Erosion (engl. erosion): unscharf begrenzter Zahnhartsubstanzverlust durch Säureeinwirkung (z.B. Magensäure bei Refluxerkrankungen und Bulimie).
  • Attrition (engl. attrition): Zahnhartsubstanzverlust durch reflektorisches Berühren der Zähne.
  • Demastikation (engl. demastication): Zahnhartsubstanzverlust an den Kauflächen, durch abschleifende Nahrungsmittel während des Kauvorganges.
  • Bruxismus (engl. bruxism): Parafunktion (Knirschen, Pressen) mit unphysiologischen Auswirkungen an Zähnen, Parodontium, Kaumuskulatur und/oder Kiefergelenken.

Als Füllungsmaterial verwenden wir Nanohybridkomposite. Diese sind in vollausgehärtetem Zustand unbedenklich in die Mundhöhle zu inserieren.

Das Material, welches als Kassenleistung übernommen wird, ist Amalgam. Dieses verwenden wir aufgrund seiner Inhaltsstoffe (v.a. des Quecksilbers) nicht. Wir sind als Zahnarztpraxis rechtlich dazu verpflichtet alle amalgamhaltigen Stoffe (z.B. Amalgamreste aus der Sauganlage) aus unserem Abwasser abzuscheiden und diese gekennzeichnet als Sondermüll zu entsorgen. Möchten sie so ein Material jahrelang in den Mund eingesetzt bekommen? Nein! Wir auch nicht!

Amalgamfüllungen sind nicht adhäsiv im Mund verankert und setzen eine mechanische, untersichgehende Kavitätenpräparation voraus, was mit unnötigen Zahnsubstanzverlusten einhergeht. Dies ist nicht Teil unserer Philosophie die vor allem vorsorgeorientiert, zahnerhaltend und substanzschonende Aspekte beinhaltet.

Da das an Amalgamfüllungen gebundene Quecksilber besonders beim Legen als auch beim Entfernen in Form von Dämpfen in den Körper aufgenommen wird, verwenden wir bei Amalgamsanierungen einen besonderen Sauger, der sowohl diese gasförmige Phase als auch kleine Fragmente der Amalgamfüllung vollständig aufnimmt und so sie und wir maximal vor diesen Quecksilberdämpfen geschützt sind.

Um ihnen eine größtmögliche Qualität bieten zu können wird bei uns nahezu jede Füllung unter Kofferdam gelegt. Dies ist ein latexhaltiges Spanntuch, welches den Zahn zur Mundhöhle und damit zum feuchten Milieu isoliert.

Um die bereits oben angesprochene substanzschonende Vorgehendweise zu garantieren verwenden wir immer einen so genannten Cariesdetektor. Dieser färbt erkrankte, zu exkavierende, kariöse Areale pink ein, so dass ein Verbleib von Karies unter der neuen Füllung verhindert und eine zu starke Exkavation vermieden wird! So gewährleisten wir ihnen maximalen Zahnerhalt!

Die Kosten für eine Kunststofffüllung werden mit dem Krankenkassenzuschuss für eine Amalgamfüllung verrechnet, so dass nur die Differenzkosten zwischen Amalgam und Kunststoff in Rechnung gestellt wird. Dieser wird ihnen von vielen privaten Zahnzusatzversicherungen erstattet. Generell gilt, je kleiner der‚Defekt, bzw. je leichter die Rekonstruktion des Zahnes, desto günstiger wird ihre Füllung.

Sehr kleine Defekte können mit sogenannten erweiterten Fissurenversiegelungen behoben werden.

Weiterhin gibt es Alternativen zur Füllungstherapie, die eine noch bessere Biovertäglichkeit und Langzeitergebnisse aufweisen! Bitte sprechen sie uns auf diese an!