Paradontitisbehandlung

Parodontitis ist eine Entzündung, die durch Bakterien entsteht. Anzeichen sind Zahnfleischbluten, Zahnbelag und zurückgehendes oder geschwollenes Zahnfleisch. 

Paradontitis

Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose, ist die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates im Kieferknochen, die unbehandelt zu fortschreitendem Knochenabbau und langfristig zum Verlust von Zähnen führt.

 

Ursachen sind: Biofilm, Zahnstein und Konkremente, Rauchen, abstehende Kronen- und Füllungsränder, fehlende Aproximalkontakte, Überlastung durch Bruxismus (Knirschen und Pressen), herabgesetzter Allgemeinzustand, Besiedlung mit besonders aggressiven pathogenen Keimen…….

Wie überall im Leben gibt es auch hier akute, aggressive, schnelle und chronische, sich langsam etablierende Formen. Allen gemeinsam ist eine überlastete Körperabwehr.

Die Sprache verrät dabei vieles: Man hat keinen Biss, geht auf dem Zahnfleisch, kann nicht mehr richtig zubeißen, hat den Halt verloren und Eindringlingen (Bakterien) nichts entgegenzusetzen, ggf. aber auch, man beißt sich durch etwas durch, knirscht vor Wut mit den Zähnen ….

Die Behandlung muss möglichst frühzeitig und konsequent erfolgen und sollte unbedingt den Lebenspartner (die Bakterien sind übertragbar!) mit einbeziehen. Je nach Schweregrad kann eine Verlangsamung der Erkrankung bis hin zur völligen Ausheilung erreicht werden.

Begonnen wird mit drei einstündigen Behandlungen durch die geschulte Prophylaxeassistentin. Hier erfolgt die schmerzfreie Probeentnahme für den Keimtest samt Auswertung, werden Biofilm und Zahnstein entfernt, Zahnfleischtaschentiefen gemessen, Pflegehilfsmittel demonstriert und Pflegehinweise gegeben und ggf. Abformungen für eine Entlastungsschiene genommen.

Erst am Ende dieser Hygienephase wird je nach Tiefe der dann noch verbleibenden Zahnfleischtaschen endgültig über die Therapie beim Zahnarzt entschieden, die dann in zwei weiteren Terminen seitenweise erfolgt. Hierbei werden modernste Ultraschallgeräte für die Reinigung der Wurzeloberflächen und zur Keimreduktion ein Laser eingesetzt.

 Nach 12 Wochen erfolgt eine Verlaufs- und Heilungskontrolle (Recall) bei der Zahnarzt / Zahnärztin.

Bei nahezu jeder Parodontitiserkrankung ist anschließend ein regelmäßiger Recall, in der Regel viermal jährlich, mit Kontrollmessungen der Zahnfleischtaschen und Biofilmmanagement erforderlich.

Ihre persönliche Mitarbeit ist dabei einerseits bei der Zahnpflege, aber andererseits auch bezüglich einer gesunden Lebensführung (gesunde, vollwertige Ernährung, ausreichender Schlaf, Stressreduktion etc.) unerlässlich.

Parodontitis und allgemeiner Gesundheitszustand stehen in einer engen Beziehung zueinander.

 So kann sich einerseits eine Parodontitis durch einen herabgesetzten Gesundheitszustand etablieren, andererseits erhöht eine bestehende Parodontitis die Risiken für Diabetes, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Osteoporose, Frühgeburten und Atemwegserkrankungen erheblich.